
Hier finden Sie eine Liste mit Interessanten Patenten zum Thema: Achterbahn und Freizeitpark.
Als Airtime bezeichnet man die bei einer Achterbahn-Fahrt auftretenden negativen g-Kräfte. Das bedeutet, dass man theoretisch leichter als im schwerelosen Zustand ist. Dies geschieht dadurch, dass der Zug z.B. beim Überfahren eines Hügels durch die Schiene ab der Hügelkuppe nach unten gezogen wird, der menschliche Körper jedoch durch die Trägheit der Masse weiterhin nach oben strebt. Dies merkt man dadurch, dass man vom Sitz abhebt, man erfährt z.B. -0,7g.
englisch für: Neigung, Überhöhung von Kurven
Bewegt man sich auf einer kurvigen Laufbahn, so entsteht zur Seite hin eine Beschleunigung. Da diese unangenehm und auch schon relativ schnell gesundheitsschädlich ist, neigt man die Schiene einer Achterbahn um diese Kräfte abzuleiten, sodass die Mitfahrer nicht zur Seite, sondern in die Sitze gedrückt werden. Diese Neigung wird als Banking oder auch Querneigung bezeichnet.
(dt. Fledermaus-Flügel)
Eine Doppelinversion, die aus zwei Halbloopings besteht. Diese sind genau umgekehrt angeordnet, wie bei der Cobra Roll oder der Sea Serpent Roll, das heißt: Die Figur beginnt mit einem (Mini-)Dive Loop (Halblooping abwärts), gefolgt von einem (Mini-)Immelmann-Loop (Halblooping aufwärts).
Als erstes wurde diese Figur von der Firma Arrow Dynamics gebaut, B&M verwendet sie nur bei wenigen, großen Inverted Coastern (z.B. bei Montu im Busch Gardens Tampa-Park in Florida, USA).
Das Blocksystem ist ein Sicherheitssystem, das bei Achterbahnen (aber auch in ähnlicher Weise bei Eisenbahnen) zu finden ist. Die einzige, aber dafür enorm wichtige Aufgabe dieses Systems ist es, einen Zusammenstoß zweier Züge zu verhindern.
Hierfür ist jede Achterbahnstrecke in mehrere Abschnitte, sogenannte Blöcke, unterteilt. Jeder Block darf nur von höchstens einem Zug befahren werden, ein weiterer Zug darf einen Block also erst dann befahren, wenn der vorige Zug diesen verlassen hat. Die Anzahl der Blöcke einer Achterbahn ist demnach auch bestimmend für die Anzahl der maximal einsetzbaren Züge.
Wenn auf einer Achterbahnstrecke nur ein Zug eingesetzt wird, benötigt man zumindest 2 Blöcke, bei 2 Zügen mindestens 3 Blöcke, also immer mindestens einen Block mehr als Züge. Zu bemerken ist hier, dass die Station und der Lifthill bereits jeweils ein Block sind, die "eigentliche" Achterbahnfahrt (vom Ende des Liftes bis zur Schlussbremse) ist der dritte Block. Letztere kann durch spezielle Bremssegmente, sogenannte Blockbremsen noch mehrfach unterteilt, und damit die Anzahl der Blöcke erhöht werden, wodurch wiederum mehr Züge eingesetzt werden können.
Doch wie arbeitet nun das Blocksystem? Angenommen, wir haben eine Achterbahn mit 4 Blöcken (Station, Lift und 1 Blockbremse, welche die "Hauptstrecke" zwischen Liftende und Schlussbremse in 2 Abschnitte teilt). Auf dieser Bahn werden 2 Züge eingesetzt. Zug 1 verlässt die Station, erklimmt den Lifthill, durchfährt den 1. Abschnitt der "Hauptstrecke" und anschließend die Blockbremse ohne Komplikationen. Inzwischen befindet sich Zug 2 schon auf dem Lifthill, wenn Zug 1 die Blockbremse durchfahren hat, bedeutet das ja, dass der 1. Abschnitt der "Hauptstrecke" frei ist und von Zug 2 befahren werden kann. Dann aber, im 2. Abschnitt der "Hauptstrecke" passiert das Malheur: Zug 1 verliert ein Rad, kann nun nicht mehr ordentlich weiterrollen, schafft es nicht mehr auf den nächsten Hügel oder durch die nächste Inversion, und rollt wieder zurück. Zug 1 befindet sich aber schon auf der Strecke, nunmehr nur von der Schwerkraft angetrieben rast er in Richtung Zug 2. Was jetzt? Da jeder Meter einer Achterbahnstrecke überwacht sein muss (durch kleine, meist grüne Kästchen, sogenannte elektronische Augen), fällt die Panne von Zug 1 sofort auf. Nun muss die Blockbremse ihres Amtes walten: Sie "fängt" den Zug 2 auf, als er durchfahren will, bremst ihn also vollständig ab und lässt ihn nicht mehr los, bis Zug 1 in Sicherheit gebracht worden ist. Da das klarerweise länger dauern kann, bieten die Blockbremsensegmente stets auch eine sichere Aussiegsmöglichkeit für die Fahrgäste. Der Zusammenstoß ist erfolgreich verhindert worden!
Allgemeines:
Bolliger & Mabillard Consulting Engineers Inc. (B&M) ist ein Achterbahnhersteller aus Monthey (Schweiz) der in den späten 80er Jahren von Walter Bolliger und Claude Mabillard, zwei ehemaligen GTec-Mitarbeitern, gegründet wurde.
Geschichte:
Die Firma eröffnete 1990 ihre erste Achterbahn, Iron Wolf in Six Flags Great America. Dabei handelt es sich um einen Stand-Up-Coaster. 1991 wurde in Paramounts Great America und 1992 in Paramounts Carowinds Stand-Up-Coaster mit dem gleichen Namen "Vortex" eröffnet. Ebenfalls 1992 eröffnete in Six Glags Great America - die mit Iron Wolf wohl sehr zufrieden sind/waren - der erste B&M-Inverter, Batman: The Ride. Seitdem werden jährlich mehrere Bahnen der schweizer Edelschmiede errichtet.
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